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Tipps für Laufanfänger
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Wir legen unser
Training nach dem Prinzip "ÖLI" (öfter
- länger - intensiver) an:
Zunächst wird Öfter
gelaufen (z.B. 3x die Woche). Dabei laufen wir unsere Trainingsstrecke
immer in dem Tempo, das wir z.Z. eine Stunde lang durchhalten können (evtl. mit
Gehpausen).
Haben wir keine Probleme mehr, die Strecke ohne
Pausen zu bewältigen, können wir versuchen, eine Längere
Strecke im gleichen Lauftempo zurück zu legen:
Erst danach beginnen wir, das Training Intensiver zu gestalten (schneller, mit Intervallen
usw.).
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Was ist Muskelkater?
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Die
Theorie, dass Muskelkater durch eine Ansammlung von Milchsäure in der
Muskulatur entstehen würde, gilt als überholt, denn die Milchsäure baut sich
schon bald nach Beendigung der Bewegung vollständig ab. Einen Muskelkater
verspürt man aber oft erst einige Stunden später. Außerdem hält er wesentlich
länger an.
Heute
ist man eher der Ansicht, dass Muskelkater mikrofeine Risse in der Zellstruktur
des Muskels bedeutet, also eine Art winzige Muskelfaserrisse. Sie entstehen bei
einer Überdehnung der Muskulatur, wenn die Bewegung ungewohnt ist. Muskelkater
tritt aus diesem Grund häufiger bei Ungeübten auf, weil bei ihnen das
Zusammenspiel von Muskel und Nerv noch nicht bestmöglich eingestellt ist
Die
Muskelschmerzen, die uns als Muskelkater bekannt sind, entstehen mehrere
Stunden (bis 24 Stunden) nach einer
Überbeanspruchung der Muskulatur. Wir verspüren Schmerzen bei jeder Bewegung.
Es kann zu Schwellungen und Verhärtungen kommen. Dieser Zustand kann bis zu 5
Tage andauern! Nur in Ruhe ist der Muskel schmerzfrei.
Spätestens
nach 3 bis 5 Tagen muss der Muskelkater aber wieder verschwunden sein, d.h. die
Mikrofaserrisse müssten ausgeheilt sein. Muskelkater verschwindet schneller,
wenn man die Muskulatur warm hält (z.B. Saunabesuch, warmes Bad nehmen), weil
dadurch die Durchblutung erhöht wird. Den gleichen fördernden Effekt erreicht
man durch leichte und kontrollierte Bewegungsübungen (z.B. Schwimmen) und durch
vorsichtige Dehnübungen.
Ist
der Muskelkater nach dieser Zeit nicht verschwunden, könnte es sich um eine
Zerrung oder sogar um einen Muskelfaserriss handeln. In diesem Fall ist es
geraten, unbedingt einen Arzt aufzusuchen.
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Was sind Seitenstiche?
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Mögliche Ursachen:
Wenn man als Anfänger einen Lauf zu schnell angeht,
kann es vorkommen, dass das Blut zu
schlagartig aus den Organen abgezogen wird, in denen sonst ein Blutvorrat
gehalten wird (Leber und Milz). Durch Training lernt der Körper, diese
Umverteilung des Blutes im Körper besser vorzunehmen.
Durch die Bewegung beim Laufen werden die Bänder, an
denen die Organe und der Darm aufgehängt sind, gereizt (bei Ungeübten mehr als
bei Trainierten). Der stärkste Atemmuskel, das Zwerchfell, kann bei einem zu
schnellen Lauf ebenso an seine Belastungsgrenze geraten.
Vorbeugende Maßnahmen gegen Seitenstiche
Um die Organe beim Laufen nicht zu stark zu belasten,
sollte man die letzte Mahlzeit nicht zu spät vor dem Lauf zu sich nehmen (2
Stunden vorher) und darauf achten, dass sie leicht verdaulich ist (Banane).
Unmittelbar vor dem Lauf sollte man auch nicht mehr zu viel trinken. Anfänger
sollten ein Lauftempo mit geringer Belastung wählen und dieses erst im weiteren
Verlauf langsam steigern, damit sich die Atmung entsprechend einstellen kann.
Ein generelles Training der Bauchmuskulatur ist
zusätzlich zum Lauftraining zu empfehlen.
Wenn man schon Seitenstiche hat ...
Wenn man schon Seitenstiche verspürt, sollte man das
Tempo reduzieren, bis die Stiche nachlassen. Zusätzlich kann man in
vorgebeugter Haltung die schmerzende Stelle anspannen oder mit der Faust Druck
auf sie ausüben. Notfalls muss man sogar eine Gehpause machen oder sich
hinsetzen, bis der Schmerz vorüber ist.
Beim Gehen nimmt
man zum
Einatmen die Arme hoch und beim Ausatmen herunter. Das Ausatmen kann noch durch
Nach-Vorne-Beugen des Oberkörpers verstärkt werden. Danach sollte man langsamer
laufen und tief und regelmäßig atmen.
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Tipps für fortgeschrittene Läufer
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Problem:
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Ich laufe unregelmäßig und kann mich oft nicht überwinden,
einen Trainingslauf zu absolvieren.
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Es ist besser, immer um die gleiche Zeit zu trainieren.
Der Körper wird sich an diesen Rhythmus gewöhnen. Durch
diese Regelmäßigkeit wird man leichter, schneller und
weiter laufen können.
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Problem:
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Mir fehlt manchmal die Lust zu laufen.
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Man sollte sich ein festes Ziel setzen, das realistisch
ist, aber dennoch eine Herausforderung darstellt. Zusätzlich
hilft auch eine Belohnung. (Abendessen, neues Laufhemd
usw.)
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Problem:
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Ich laufe gerne lange Strecken, werde aber kaum schneller.
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Es empfielt sich, Tempoläufe zu machen, z.B. 4 mal
5 Min. in dem Tempo, in dem man einen 10-km-Lauf absolviert,dazwischen
immer 1 Min. Trabpause. Vor dem Training sollte man
15 bis 20 Minuten einlaufen. Das Auslaufen nicht vergessen!
Durch diese Trainingsform wird die Schnelligkeit und
die Kraft aufgebaut. Noch schnelleres Training ist nicht
angebracht; es kann zu Verletzungen führen und das Gegenteil
dessen bewirken, was man eigentlich erreichen möchte.
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Problem:
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Mir fehlt die Ausdauer. Jeder Lauf wird zur Quälerei.
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Läufe in hügeligem (oder bergigem) Gelände bewirken,
dass die Ausdauer verbessert wird, ohne dass man zusätzliche
Kilometer absolvieren oder wesentlich schneller laufen
muss. Man beginnt mit einem hügeligen Abschnitt im Lauf.
Später kann man eine zweite Bergpassage hinzufügen.
Ein langer flacher Lauf fällt einem dann entschieden
leichter.
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Problem:
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Ich laufe immer dieselbe Strecke in derselben
Zeit.
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Die Folge dieser "Routine" ist, dass man
sich im Training langweilt. Besser ist es, ein unterschiedliches
Training zu absolvieren, das man vorausplant: Jogging,
Tempoläufe, ein Lauf in unbekannter Gegend, Wettkämpfe,
Bahntraining alternative Sportarten, aber auch die Ruhetage
bringen mehr Spaß in den Trainingsplan. Man fühlt sich
fitter.
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Problem:
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Bei Wettkämpfen, z.B. über 10 Km, erziele ich die
unterschiedlichsten Zeiten.
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Die Ursache dieses Problems ist ein fehlendes Tempogefühl.
Am Anfang "überzieht" man und muss anschließend
langsamer laufen. Man sucht sich am besten eine Strecke
von 1 bis 3 km Länge und versucht, die man öfter im
flotten Tempo absolviert. Wenn man sich mit der Uhr
kontrolliert, bekommt man schließlich ein Gefühl dafür,
einen Kilometerabschnitt in einer bestimmten Zeit zu
laufen. Nach ein paar Wochen kann man die Strecke verlängern
oder sich eine andere Strecke suchen. Die Folge wird
sein, dass man sich in einem Wettkampf das Tempo besser
einteilen kann und somit am Ende schneller ist.
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Problem:
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Mein Laufstil ist schlecht.
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Ein schlechter Laufstil führt zu Überlastungen und
Verletzungen. In diesem Fall sollte man sich von einem
erfahrenen Läufer kontrollieren und korrigieren lassen.
Der Kopf sollte gerade gehalten werden, die Arme seitlich
und locker am Körper schwingen. Koordinationsübungen
wie seitwärts laufen, rückwärts laufen, Kniehebeläufe
usw. können weiterhelfen. Ein verbessereter Laufstil
bedeutet schließlich eine bessere Leistung, weil man
lockerer und entspannter ist.
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Problem:
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Immer wenn ich gerade gut in Form bin, verletze ich
mich oder werde krank.
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Das Training ist wahrscheinlich zu intensiv und führt
zu Übertraining. Müdigkeit, Anfälligkeit für Erkrankungen
und Überbeanspruchung sind die Folge. Nach einem harten
Training sollte man bewusst einen langsamen Lauf oder
einen Ruhetag einlegen. Dieses übertriebene Training
bekommt man am besten in den Griff, wenn man ein Trainingstagebuch
führt. Ein gezieltes Training über Wochen hilft, am
Wettkampftag fitt zu sein.
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Problem:
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Meine Beine sind zwar kräftig, mein Oberkörper dagegen
nicht.
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Dies wirkt sich vor allem gegen Ende eines langen
Laufes aus, wenn der Laufstil immer mehr zu wünschen
übrig lässt. Schulter-, obere Rücken-, Bauch- und Hüftmuskulatur
sollten zu Hause oder in einem Fitness-Studio zusätzlich
trainiert werden. Der Oberkörper wird stabiler, der
Laufstil dadurch besser.
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Problem:
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An manchen Tagen fühle ich mich einfach nicht fit
für das Training.
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Ein Trainingsplan ist zwar sinnvoll, man sollte sich
aber nicht zum Sklaven dieses Plans machen, sondern
auf die Zeichen des Körpers reagieren. Fühlt man sich
zu schlapp, bricht man besser sein Training ab oder
macht eine Gehpause; sonst werden die Trainingsimpulse
vom Körper nicht positiv aufgenommen. Zu große Härte
im Training gegen sich selbst bringt also nichts. Ein
erfahrener Läufer macht einen Unterschied zwischen einem
harten Training und einer Belastung an der Leistungsgrenze.
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